Die Grüne Fee #3 – Von Atomamerikanern und Zeitnazis

Phantastische Pulpmagazine und erotische Bahnhofslektüren der 40er bis 60er Jahren standen für die einzelnen Geschichten Pate, die erstmals eine zusammenhängende Erzählung bilden, um das Heft zu einem kleinen Gesamtkunstwerk zu machen.

Relativ frisch erschienen ist die dritte Ausgabe eines Projekts, das mir ganz besonders am Herzen liegt. Bereits 2016 hoben Mia, die Vögte und ich das Groschenheft Die Grüne Fee aus der Taufe. Dabei handelt es sich um eine selbst finanzierte, allein realisierte und verlagsunabhängige Reihe, die in Bild und Wort den Geist des 19. Jahrhunderts atmet – jedoch durchsetzt ist mit phantastischen Erzählelementen in der Tradition von Jules Vernes Zwanzig Tausend Meilen unter dem Meer oder Edgar Rice Burroghs Tarzan.

Nackte Haut und Monsterfell

Ausgabe drei kommt als Sonderausgabe daher, denn wir machen ausnahmsweise einen Sprung aus dem späten 19. Jahrhundert in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Während in den Vorgängern noch Luftschiffe und eine verfrühte Eiszeit den Protagonisten der Kurzgeschichten das Leben schwer machten, wird der Leser nun mit alternativen Weltkriegsereignissen konfrontiert. Lüsterne Werwölfe und verrückte Wissenschaftler bilden hier nur den Auftakt zu ebenso wundersamen wie erschreckenden Ereignissen.

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Ein ernstes Wort zur dritten Ausgabe

Wir waren und sind uns jederzeit der Sensibilität von Themen wie Krieg und Nationalsozialismus bewusst. Auch wenn die Unterhaltung im Vordergrund steht, möchten wir das Gezeigte wie auch das Beschriebene als Sichtbarmachung, nicht als Verschleierung von Vergangenem und viel zu oft Vergessenem verstanden wissen.

Vor allem in Zeiten von wiedererstarkendem Nationalismus und zunehmender Fremdenfeindlichkeit wollen wir dem Schrecken mit  Humor und Leichtigkeit begegnen, eine Clownsnase aufsetzen, ihn weglachen und fortstaunen.

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